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| jenna kellen ' self-portrait ' 2o15 |
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Samstag, August 22, 2015
Montag, Mai 04, 2015
Samstag, Dezember 20, 2014
bertolt brecht ' entdeckung an einer jungen frau '
bertolt brecht
' über verführung ' erotische gedichte
entdeckung an einer jungen frau
des morgens nüchterner abschied , eine frau
kühl zwischen tür und angel , kühl besehn
da sah ich : eine strähn in ihrem haar war grau
ich konnt mich nicht entschließen mehr zu gehn
stumm nahm ich ihre brust , und als sie fragte
warum ich , nachtgast , nach verlauf der nacht
nicht gehen wollte , denn so war's gedacht
sah ich sie unumwunden an und sagte
ist's nur noch eine nacht , will ich noch bleiben
doch nütze deine zeit , das ist das schlimme
daß du so zwischen tür und angel stehst
und laß uns die gespräche rascher treiben
denn wir vergaßen ganz , daß du vergehst
und es verschlug begierde mir die stimme
' über verführung ' erotische gedichte
entdeckung an einer jungen frau
des morgens nüchterner abschied , eine frau
kühl zwischen tür und angel , kühl besehn
da sah ich : eine strähn in ihrem haar war grau
ich konnt mich nicht entschließen mehr zu gehn
stumm nahm ich ihre brust , und als sie fragte
warum ich , nachtgast , nach verlauf der nacht
nicht gehen wollte , denn so war's gedacht
sah ich sie unumwunden an und sagte
ist's nur noch eine nacht , will ich noch bleiben
doch nütze deine zeit , das ist das schlimme
daß du so zwischen tür und angel stehst
und laß uns die gespräche rascher treiben
denn wir vergaßen ganz , daß du vergehst
und es verschlug begierde mir die stimme
Freitag, November 28, 2014
wilhelm von gloeden
Dienstag, November 25, 2014
Sonntag, November 09, 2014
Samstag, November 08, 2014
Dienstag, November 04, 2014
Montag, November 03, 2014
friedrich schlegel erotische sonette I
friedrich schlegel | erotische sonette
erstes sonett
um meiner mannheit tiefgang auszuloten ,
ging ich mit nacktem glied zu keuschgesinnten
ich glaubte , diese deutlichste der finten
sei zwingender als zahlen oder zoten
ich trat zu mädchen unversehns von hinten
sprach sanft sie an und spielte den zeloten
dann fragt' ich plötzlich , wann sie denn den roten
gewaltherrn hätten , und wie lang sie minnten
sie sehn verdrehten auges auf den stecken
der ihnen doch galant entgegensteht
ich hebe sie , darauf zu stülpsen
zuerst wohl würgen , schreien sie, und rülpsen ,
dann fließt die lust , und alles weh vergeht
bis sie zutiefst gekitzelt drauf verrecken
[ zeno.org ]
erstes sonett
um meiner mannheit tiefgang auszuloten ,
ging ich mit nacktem glied zu keuschgesinnten
ich glaubte , diese deutlichste der finten
sei zwingender als zahlen oder zoten
ich trat zu mädchen unversehns von hinten
sprach sanft sie an und spielte den zeloten
dann fragt' ich plötzlich , wann sie denn den roten
gewaltherrn hätten , und wie lang sie minnten
sie sehn verdrehten auges auf den stecken
der ihnen doch galant entgegensteht
ich hebe sie , darauf zu stülpsen
zuerst wohl würgen , schreien sie, und rülpsen ,
dann fließt die lust , und alles weh vergeht
bis sie zutiefst gekitzelt drauf verrecken
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette II
friedrich schlegel | erotische sonette
zweites sonett
du meine hand bist mehr als alle weiber
du bist stets da , wie keine frau erprobt
du hast noch nie in eifersucht getobt
und bist auch nie zu weit , du enger reiber
ovid , mein lehrer weiland , hat dich recht gelobt
denn du verbirgst in dir ja alle leiber ,
die ich mir wünsche . kühler glutvertreiber ,
dir hab ich mich für immer anverlobt
ich stehe stolz allein mir dir im raume
und streichle meine bläulichrote glans
schon quirlt sich weiß der saft zum schaume
so zieh ich aus erfahrung die bilanz :
die zweiheit paart sich nur im wollusttraume ,
sonst paart sich meine faust mit meinem schwanz
[ zeno.org ]
zweites sonett
du meine hand bist mehr als alle weiber
du bist stets da , wie keine frau erprobt
du hast noch nie in eifersucht getobt
und bist auch nie zu weit , du enger reiber
ovid , mein lehrer weiland , hat dich recht gelobt
denn du verbirgst in dir ja alle leiber ,
die ich mir wünsche . kühler glutvertreiber ,
dir hab ich mich für immer anverlobt
ich stehe stolz allein mir dir im raume
und streichle meine bläulichrote glans
schon quirlt sich weiß der saft zum schaume
so zieh ich aus erfahrung die bilanz :
die zweiheit paart sich nur im wollusttraume ,
sonst paart sich meine faust mit meinem schwanz
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette III
friedrich schlegel | erotische sonette
drittes sonett
der rauhe ost , der früh nach rom mich jagte ,
ward dort zum zephir hyacinthner lüste
und keiner , der nur immer mädchen küßte ,
rühm seinen schwanz , daß er im himmel ragte
auch mich erregen noch die herben brüste
kampan'scher mädchen , doch wie oft verzagte
mein meerschaum an dem fremden golf und klagte
daß ohne recht' verständnis diese küste
wie anders schmiegte sich der arsch des knaben
dem schwanz in lieblich-rundlichem gehaben ;
kein weib hat so behende mit der zunge
die eichel mir geleckt wie dieser junge
oh , könnt' ich doch an deinem marmorhintern ,
mein knabe , viele monde überwintern ... !
[ zeno.org ]
drittes sonett
der rauhe ost , der früh nach rom mich jagte ,
ward dort zum zephir hyacinthner lüste
und keiner , der nur immer mädchen küßte ,
rühm seinen schwanz , daß er im himmel ragte
auch mich erregen noch die herben brüste
kampan'scher mädchen , doch wie oft verzagte
mein meerschaum an dem fremden golf und klagte
daß ohne recht' verständnis diese küste
wie anders schmiegte sich der arsch des knaben
dem schwanz in lieblich-rundlichem gehaben ;
kein weib hat so behende mit der zunge
die eichel mir geleckt wie dieser junge
oh , könnt' ich doch an deinem marmorhintern ,
mein knabe , viele monde überwintern ... !
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette IV
friedrich schlegel | erotische sonette
viertes sonett
von allen männern , die dich je bedrohten
bin ich der geilste : sieh' mich zitternd an ... !
ich zerre deine brüste spann für spann
und werde sie auf deinem rücken knoten
auch deine füße knüpfe ich daran ,
und binde deine kleinen weißen pfoten
und wenn den leib du röchelnd mir geboten
bewunderst du in mir den starken mann
und wenn du schreist, so schlitz' ich deinen runden
und weichen leib mir auf mit kaltem streiche
dann saugen sich die lippen deiner wunden
um meinen schwanz , daß ich vor lust erbleiche
jedoch , mein glück , es reift nicht aus zu stunden :
du riechst schon sehr , mein torsoschatz , nach leiche
[ zeno.org ]
viertes sonett
von allen männern , die dich je bedrohten
bin ich der geilste : sieh' mich zitternd an ... !
ich zerre deine brüste spann für spann
und werde sie auf deinem rücken knoten
auch deine füße knüpfe ich daran ,
und binde deine kleinen weißen pfoten
und wenn den leib du röchelnd mir geboten
bewunderst du in mir den starken mann
und wenn du schreist, so schlitz' ich deinen runden
und weichen leib mir auf mit kaltem streiche
dann saugen sich die lippen deiner wunden
um meinen schwanz , daß ich vor lust erbleiche
jedoch , mein glück , es reift nicht aus zu stunden :
du riechst schon sehr , mein torsoschatz , nach leiche
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette V
friedrich schlegel | erotische sonette
fünftes sonett
so liegst du gut . gleich wird sich's prächtig zeigen
wie klug mein rat : ich schiebe meinen dicken
in dein bemoostes tor – man nennt das ficken
du fragst warum ? – davon laß jetzt mich schweigen
schon seh' ich schmerz in deinen blanken blicken ,
das geht vorbei : du mußt zurück dich neigen ,
gleich wird dein blut dir jubeln wie die geigen
von engeln , welche ihre brünste schicken
in bebender musik zum ohr der welt
famos ! ... du einst dich mir in bravem schaukeln ,
die schenkel schmiegen pressend , es umgaukeln
mich düfte , die mich locken in die unterwelt
ein stoß – ein schrei ! ... die weißen glieder zittern
im kampf wie apfelblüten in gewittern
[ zeno.org ]
fünftes sonett
so liegst du gut . gleich wird sich's prächtig zeigen
wie klug mein rat : ich schiebe meinen dicken
in dein bemoostes tor – man nennt das ficken
du fragst warum ? – davon laß jetzt mich schweigen
schon seh' ich schmerz in deinen blanken blicken ,
das geht vorbei : du mußt zurück dich neigen ,
gleich wird dein blut dir jubeln wie die geigen
von engeln , welche ihre brünste schicken
in bebender musik zum ohr der welt
famos ! ... du einst dich mir in bravem schaukeln ,
die schenkel schmiegen pressend , es umgaukeln
mich düfte , die mich locken in die unterwelt
ein stoß – ein schrei ! ... die weißen glieder zittern
im kampf wie apfelblüten in gewittern
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette VI
friedrich schlegel | erotische sonette
sechstes sonett
ich flehe dich um wunden und um male
von deinen händen , die mich heilig sprechen
du sollst das glied , das du gesaugt , zerbrechen
das steif geragt in deine kathedrale
schlürf' aus den quell , der einst in weißen bächen
in deinen kelch gespritzt beim bachanale ! ...
gieß jetzt die letzte kraft in deine schale
an meinem blute magst du dich bezechen! ...
...
nimm scharfe peitschen und geglühte zwingen
schlag' fester zu und quäle meine hoden ! ...
laß tiefsten schmerz das höchste glück mir bringen
mein stöhnen preist dich brünstiger als meine oden
und wenn die letzten schreie dich umklingen
hörst du den dank vom seligen rhapsoden
[ zeno.org ]
sechstes sonett
ich flehe dich um wunden und um male
von deinen händen , die mich heilig sprechen
du sollst das glied , das du gesaugt , zerbrechen
das steif geragt in deine kathedrale
schlürf' aus den quell , der einst in weißen bächen
in deinen kelch gespritzt beim bachanale ! ...
gieß jetzt die letzte kraft in deine schale
an meinem blute magst du dich bezechen! ...
...
nimm scharfe peitschen und geglühte zwingen
schlag' fester zu und quäle meine hoden ! ...
laß tiefsten schmerz das höchste glück mir bringen
mein stöhnen preist dich brünstiger als meine oden
und wenn die letzten schreie dich umklingen
hörst du den dank vom seligen rhapsoden
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette VII
friedrich schlegel | erotische sonette
siebentes sonett
der müllerbursche schiebt hinauf zur mühle
auf seinem karren einen mühlenstein
und in die öffnung schob er glatt hinein
sein steifes glied und schaffte so sich kühle
die blonde müll'rin sieht's im sonnenschein
und trotz der unerträglich dumpfen schwüle
läuft sie hinab , daß prüfend sie's befühle :
sie faßt und fühlt , es ist von fleisch und bein
» na hör' , mein junge « , ruft sie sehr brutal ,
» was soll die schweinerei mit deinem schweif ? ... !
ist das die prüfung , die ich dir befahl
ob du auch würdig wärest für mein bett ? «
doch er zeigt nur die inschrift um den reif
und ach , sie liest gerührt : elisabeth ... !
[ zeno.org ]
siebentes sonett
der müllerbursche schiebt hinauf zur mühle
auf seinem karren einen mühlenstein
und in die öffnung schob er glatt hinein
sein steifes glied und schaffte so sich kühle
die blonde müll'rin sieht's im sonnenschein
und trotz der unerträglich dumpfen schwüle
läuft sie hinab , daß prüfend sie's befühle :
sie faßt und fühlt , es ist von fleisch und bein
» na hör' , mein junge « , ruft sie sehr brutal ,
» was soll die schweinerei mit deinem schweif ? ... !
ist das die prüfung , die ich dir befahl
ob du auch würdig wärest für mein bett ? «
doch er zeigt nur die inschrift um den reif
und ach , sie liest gerührt : elisabeth ... !
[ zeno.org ]
friedrich schlegel erotische sonette VIII
friedrich schlegel | erotische sonette
achtes sonett
ich ward erlöst , zum weltweib umgeschaffen ,
des irren wanderns letzte höchste feier
ich rag' ins dämmerlicht , verhüllt vom schleier
der sterne mit den bleichen mondagraffen
zur erde send' ich meinen himmelsgeier ,
der ruft die letzten geilen menschenaffen
ich werde meine röcke höher raffen
und alle grüßen als willkomm'ne freier
ich höre schon ihr heis'res brunstgeschrei
die schwänze zucken und die zungen lallen
begattend dünken sie sich schicksalsfrei
doch werden sie in meine scheide fallen
dann will ich sie kometen gleich mit kurzen
und hellen knallen in den weltraum furzen
[ zeno.org ]
achtes sonett
ich ward erlöst , zum weltweib umgeschaffen ,
des irren wanderns letzte höchste feier
ich rag' ins dämmerlicht , verhüllt vom schleier
der sterne mit den bleichen mondagraffen
zur erde send' ich meinen himmelsgeier ,
der ruft die letzten geilen menschenaffen
ich werde meine röcke höher raffen
und alle grüßen als willkomm'ne freier
ich höre schon ihr heis'res brunstgeschrei
die schwänze zucken und die zungen lallen
begattend dünken sie sich schicksalsfrei
doch werden sie in meine scheide fallen
dann will ich sie kometen gleich mit kurzen
und hellen knallen in den weltraum furzen
[ zeno.org ]
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